Kleine Städte ganz groß!

„Wir haben ein tolles Programm, ich hoffe dass es Euch allen gefällt. Was das Wetter angeht, so müssen wir alle ganz fest daran glauben, dass die Sonne noch scheinen wird.“ Mit diesen Worten begrüßte Wolfram Müller, der Organisator der diesjährigen Herbstfahrt, die 44 Teilnehmer. Um es kurz zu machen: Das Glauben hat geholfen, Sonnenschein war zwar sehr selten, aber den ganzen Tag über war es trocken, so dass auch von dieser Seite die Fahrt ein Erfolg war.

Erster Punkt war ein Besuch in Seßlach, wo die Tänzer während einer Stadtbesichtigung erfuhren, dass die Stadt bundesweit als Vorbild gilt für die gelungene Sanierung einer ganzen Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern. Anfang der 70er Jahre begann die Gemeinde mit der Sanierung der historischen Altstadt und errang in den 80ern die Titel Landes- bzw. Bundessieger für beispielhafte Stadtsanierung. Den Abschluss bildete ein leider nur kurzer Besuch des Kommun-Brauhauses.

Ist Seßlach mit knapp 4000 Einwohnern nur eine kleine Metropole, so darf sich die nächste Stadt, Ummerstadt in Thüringen, mit 480 Einwohnern als zweitkleinste Stadt Thüringens bezeichnen. Auch in dieser Stadt, die ähnlich wie Mödlareuth praktisch auf der ehemaligen Grenze liegt, gab es viel zu sehen. Höhepunkt war der Kerwa-Umzug der Stadtjugend, der während des Besuches stattfand.

Auf der Heimfahrt besuchten die Tänzer den „Hof Dressel“ in Gemünda. Hendrik Dressel gab einen Überblick über die zahlreichen Aktivitäten auf seinem Hof, informierte unter anderem über Maisproduktion, Herstellung von Hackschnitzeln und die Schweinemast: „Es ist Massentierhaltung. Und wir sind stolz darauf, gesunde Tiere aufzuziehen. Wir kommen normalerweise ohne die Verwendung von Antibiotika aus und verwenden Futter, das wir größtenteils selbst erzeugt haben.“ Ähnlich gut steht es um die Destillation der selbsthergestellten Edelbrände. Von der Qualität der Produkte überzeugten sich die Tänzer bei der anschließenden Brotzeit.

Vorsitzender Dr. Günther Hartmann dankte auf der Heimfahrt Wolfram Müller: „Lieber Wolfgang, Du hast uns mit einem tollen Programm durch einen schönen Tag geführt. Und sogar das Wetter durch unsere Glaubensstärke zum Guten gewendet. Dafür gebührt Dir unser aller Dank.“

Das Foto zeigt die Tänzerinnen und Tänzer vor dem Sesslacher Rathaus